Manifest des Ordo Aureae Umbrae

I. Ursprung

Wir sind die Sucher im Zwielicht, geboren aus der alchemistischen Hochzeit von Sol und Luna. Unser Orden wurzelt im geheimen Strom des hermetischen Wissens, genährt von den Schriften der Alten und den Träumen derer, die jenseits der Schleier wandeln.

II. Ziel

Nicht bloßes Wissen, sondern die Wandlung des Wesens ist unser Streben. Wir suchen die Auflösung der falschen Persona, die Transmutation des Ich zum Selbst, die Geburt des Daimon aus dem Schoss der Dunkelheit.

III. Pfad

Unser Pfad ist kein gerader – er windet sich wie die Schlange, die sich selbst verzehrt. Er führt durch die Schattenreiche des eigenen Unbewussten, durch die Siegel der alten Planeten, durch Runen, Sigillen, Spiegel und Visionen.

Wir arbeiten mit:
🜁 der hermetischen Philosophie,
🜂 der rituellen Magie,
🜃 der psychischen Alchemie,
🜄 der inneren Schattenarbeit,
🜏 der transpersonalen Ekstase.

IV. Symbol

Der Ouroboros – geflügelt und ewig – umschlingt die schwarze Rose des Herzens. In seinem Zentrum ruht das hermetische Siegel, das die Polaritäten eint. So spricht das Symbol: „Was war, wird wieder sein, in neuer Gestalt.“

V. Eid

Wir schwören keinen Gehorsam – sondern Aufrichtigkeit vor dem inneren Richter. Wir unterwerfen uns keiner Autorität – außer dem göttlichen Funken in uns. Wir handeln im Geiste von Freiheit, Wissen, Liebe und Mut.

VI. Werk

Unser Werk ist nicht abgeschlossen – es wird im Traum fortgeschrieben, im Ritual belebt, im Schweigen versiegelt. Wir sind Hüter eines lebendigen Egregors, der mit jeder bewussten Handlung genährt wird.

So möge der Ordo Aureae Umbrae ein leuchtendes Dunkel sein – eine goldene Rose, gebettet im Mitternachtsblau der Mysterien.
Wer bereit ist, sich selbst zu vergessen, wird finden, was jenseits der Namen liegt.


Stufen der Erleuchtung